03.03.2020, 19:19
Da Miles keine Lust hatte seine schlechte Stimmung zu verbergen, bemerkten seine Freunde natürlich sofort, dass etwas nicht in Ordnung zu sein schien. Die beiden LL’s zogen ihn amüsiert auf und Miles erwiderte das Grinsen, auch wenn es seine Augen nicht erreichte. Er hatte die Flasche nicht losgelassen und schenkte sich bereits nach. „Keine schlechte Idee. Ich würde auf jeden Fall gewinnen.“ Und schon war sein Glas geleert und er hetzte die anderen, damit sie schneller austranken. Damit dieser Abend ein voller Erfolg wurde, musste er sich erst entspannen und heute würde das nur mit einem gewissen Alkoholpegel zu erreichen sein. Unterdessen ließ Luca seinen Blick zwischen ihm und Isla schweifen und Miles rollte mit den Augen, als dieser fragte, ob sie etwa rumgemacht hatten und sich deshalb so verhielten. „So verzweifelt bin ich nicht“, murrte er, während er ihnen alle nachschenkte. Dass Isla ihn stumm um Zustimmung bat, bemerkte er nicht. Da er nicht reagiert, übernahm sie die Bombe platzen zu lassen. Noch einmal zu hören, dass sie beide bald ein gemeinsames Geschwisterchen bekamen, stieß Miles erneut säuerlich auf und er konnte nicht anders, als sich angewidert zu schütteln. Die Flasche kam mit einem dumpfen Geräusch auf dem Tisch auf und Miles wartete darauf, dass die anderen ebenfalls ihr Shotglas erhoben. Lucas hatte verstanden. Diese Nachricht ließ sich nicht anders verdauen. „Sie haben uns ein Ultraschall unter die Nase gehalten“, entgegnete er. Er war ziemlich ausgeflippt, bis auch sein Vater laut geworden war. Am Ende hatte Maire geweint und sein Vater hatte ihn beschuldigt, die Familie nicht zu respektieren. Lächerlich! Er war es schließlich der seine Ehefrau in den Staaten zurückgelassen hatte. Er respektierte sie nicht. „Mein Vater hat keine Ahnung, wie man jemanden manipuliert.“ Sonst wäre ihm schon längst aufgefallen, dass Miles diese Taktik seit Jahren bei ihm anwandte.





